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Fasching
design by sprachakt - illu by simone büchner

Ganz schön tierisch: die Arche Noah der Landjugend

Nach uns die Sintflut?

Nein, aber mit unserer Arche Noah hatten wir bestens vorgesorgt.

Weil dann die Sintflut glücklicherweise "nur" in Form von Schnee über uns hereinbrach, gingen wir doch lieber auf Faschingstour. Wir, das waren rund 50 Tiere der Landjugend Insheim, und natürlich Noah.

Am Faschings-Samstag zog unsere tierische Gruppe durch die Straßen Landaus, nachdem sich insbesondere die Pinguine auf dem Messplatz, der sehr an ihre Heimat erinnerte, wohlgefült hatten. Ob man schon zu biblischen Zeiten "Helau!" gerufen hat, ist leider nicht überliefert. Unsere Giraffen, Schafe und Papageien taten es jedenfalls und warfen unseren Proviant (Bonbons, Popcorn usw.) über Bord - direkt in die Hände des närrischen Volks. Das bedankte sich mit bester Stimmung und vielen Helau!-Rufen.

Am Sonntag fuhr die Arche Noah durch die heimischen Insheimer Gewässer, auf denen in diesem Jahr rekordverdächtige 20 Wagen und Gruppen unterwegs waren. Gott Jokus bewarf uns von oben mit etwas weißem Konfetti (für Nicht-Narren: Schnee), was wohl die "bergdollen" Skifahrer hinter uns sehr gefreut haben dürfte. Wir feierten auf und rund um unsere Arche und erfreuten die zahlreichen Zuschauer mit unserem Tanz und zahlreichen "Helau!"-Rufen. Natürlich fluteten unsere Igel, Krokodile, Elefanten und Elche auch in Insheim die Taschen der närrischen Zuschauer mit Bonbons, Lutschern und Popcorn. Nach dem Umzug feierten wir im und vor dem Dorfgemeinschaftshaus weiter. Bei der Preisverleihung freuten wir uns über den dritten Platz, auch wenn mancher gern ganz oben auf dem Treppchen gestanden wäre. Aber sogar unter Narren gilt das olympische Motto: Dabei sein ist alles!

Die Ottersheimer Bären dürften sich besonders gefreut haben, dass an Bord unserer Arche ein Bärenpaar war. Mit ihrer geänderten Umzugsstrecke hatten sie dafür gesorgt, dass sich der närrische Lindwurm nicht mehr selbst in den Schwanz beißen konnte. Somit hatten unsere Leoparden, Tiger, Zebras und Elche reichlich Gelegenheit, mit den Zuschauern zu feiern und Helau! zu rufen. Wie gewohnt gab es in Ottersheim Tauschgeschäfte - wir versorgten die Zuschauer mit allerlei Süßigkeiten und Musik, im Gegenzug wurden wir mit reichlich Essen und Getränken verwöhnt.

Die letzte große Fahrt führte unsere Arche dienstags zu den Herxheimer "Gießkannen". Bei strahlendem Sonnenschein vergaßen Schweine, Kühe, Kamele, Affen und Eichhörnchen die kühlen Temperaturen und feierten bei bester Laune den Abschluss der närrischen Kampagne. Sogar Fuchs und Hase vergaßen ihre Feindschaft und tanzten in Super-Stimmung zusammen auf den Herxheimer Straßen. Mit rund 80 Zugnummern hatte der Herxheimer Umzug Rekordmaße erreicht. Auch die geschätzten 34.000 Narren am Straßenrand feierten bei bester Laune mit. Die Krönung des Tages war, dass wir den ersten Platz unter den Wagen erreichten - nicht nur unser Frosch machte deswegen einen riesigen Freudensprung.

Unserer Faschingstour gingen mehrere Wochen Bauzeit und zwei Abende Tanztraining voraus. Wir danken allen, die beim Wagenbau, beim Tanztraining, beim morgentlichen Aufräumen des Wagens und beim Abbau geholfen haben. Besonders bedanken möchten wir uns bei Dieter Rühling für den Tieflader, bei Karl Boltz für den Traktor und bei Roland Schramm fürs spontane Verleihen des Ersatz-Aggregats. Ganz besonders bedanken wir uns bei allen, die wir an dieser Stelle vergessen haben.

Fotos der Faschingsvorbereitungen und von den 4 tollen Tagen gibt es in der Galerie:

 

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